Mit 16 stand ich zum ersten Mal hinter einer richtigen Theke: in der Eierwiese in Grünwald, als Barkeeper, nebenbei zur Schule. Es war einer meiner ersten Jobs und einer der wichtigsten.
Von dem Geld dort habe ich meine erste Kamera gekauft. Die ersten Fotos, mit denen ich etwas anfangen konnte, sind zu einem guten Teil dort entstanden: Gläser im Gegenlicht, Teller auf dem Weg aus der Küche, der Garten am Abend. Dass daraus einmal ein Beruf wird, wusste ich damals nicht.

Ein paar meiner ersten Anfragen kamen genau aus dieser Zeit, von Gästen, die gesehen hatten, was ich fotografiere. Später habe ich für die Eierwiese selbst Bilder gemacht. Sie gehören bis heute zu meiner Arbeit.

Die Eierwiese hat zugemacht
Dieses Jahr hat die Eierwiese zugemacht. Für alle, die dort gearbeitet haben, ist das kein schöner Abschluss, und ich will daraus keine Geschichte über mich machen. Ich wollte es trotzdem aufschreiben, weil ein Ort mehr sein kann als ein Arbeitsplatz. Für mich war er der Anfang.
Ab 20. Oktober: Waldhaus Eierwiese
Am 20. Oktober geht es dort weiter: Die Familie Tschurtschenthaler, bekannt vom Waldhaus zur alten Tram in Straßlach, eröffnet das Waldhaus Eierwiese. Ich wünsche dem neuen Team, dass es wieder so ein Ort wird, an dem jemand mit 16 anfängt und nicht weiß, wohin es ihn führt.
Fotos, Karten und Websites für Gastronomie mache ich bis heute. Wie das aussieht, steht hier.


